Impfungen


 

Aus der Praxis
 

 

Die für Kinder und Jugendliche vom Obersten Sanitätsrat empfohlenen Impfungen werden auch an unseren Schulen kostenlos angeboten und durchgeführt.

Die Impftermine sind Empfehlungen für den optimalen Zeitpunkt.

     


  --> Abkürzungen der Impfstoffe

--> Angebotene Impfstoffe

Impfung

1. Schulstufe

2. Schulstufe

6. Schulstufe

7. Schulstufe

8. Schulstufe

Nach dem
15. Lebensjahr

Diphtherie

 

X

 

 

X

alle 10 Jahre

Tetanus

 

X

 

 

X

alle 10 Jahre

Poliomyelitis

 

X

 

 

X

alle 10 Jahre

Mumps

X

 

 

 

 

 

Masern

X

 

 

 

 

 

Röteln

X

 

 

X

 

 

Hepatitis B

 

 

X

 

 

 

FSME

wird allen Schülern auf Initiative des Elternvereins angeboten

Meningokokken-C

Einmalige, subcutane Impfung.
Impfung ist für Jugendliche empfehlenswert, wenn sie, im Rahmen eines
Sprachaufenthaltes, in ein Land mit erhöhter Meningokokken-Häufigkeit einreisen.
Das sind derzeit:
Grossbritannien, Spanien, Frankreich, Portugal, Irland, Niederlande, Belgien und die USA.

Für Detailinformationen einfach in der linken Spalte auf die jeweilige Impfung klicken.


Nach etlichen Gesprächen mit Eltern und Erziehungsberechtigten musste ich leider feststellen, dass das Thema "Impfungen" nach wie vor als Stiefkind behandelt wird.

Eine häufige Meinung ist:

  • Kinderkrankheiten gehören zur Entwicklung des Kindes, sollen nicht unterdrückt werden, es bildet sich lebenslange Immunität.

Diese Kinderkrankheiten verlaufen jedoch in Ländern mit "natürlicher" Lebensweise wesentlich komplikationsreicher. In Entwicklungsländern stellen Masern z.B. die dritthäufigste Todesursache dar. Es gibt auch Krankheiten die kaum bzw. nicht behandelbar sind, Tetanus und Tollwut, z.B.

  • Die Einverständniserklärungen können oft nicht korrekt ausgefüllt werden, da die abgekürzten Fachbegriffe im Impfpass nicht verständlich sind. Beim Klicken auf Abkürzungen findet sich eine Liste mit vollständigen Namen und Erklärungen.

  • Gelegentlich gehen Impfpässe verloren oder es gibt keine Vorinformationen über den bisherigen Impfstatus

Einzelne Impfungen können einfach nachgeholt werden oder es ist auch möglich sich serologisch über den "Impftiter" zu informieren.


Neues aus der Impfstatistik

Schutzimpfungen regen das Immunsystem an. Es wird genau jene Menge an Impfstoff verabreicht, die den Körper schützende Abwehrstoffe bilden lassen, sodass schweren Komplikationen oder gar tödlichen Folgen einer Infektionskrankheit vorgebeugt werden kann. Alle Geimpften können im Regelfall vor der Krankheit geschützt werden.

Das Ziel jeder Schutzimpfung heißt also Prävention. Präventiv eingreifen, um Seuchen und Epidemien vorzubeugen oder gar auszurotten.
1796 wurde der Pockenimpfstoff erfunden, heute erübrigt sich die Pockenimpfung, da die Krankheit ausgerottet werden konnte. Es gibt Erkrankungen, die bei einer Infektion im Erwachsenenalter schwerer verlaufen, Masern z.B. Die USA hat in den 60er-Jahren ein Masernimpfprogramm ausgearbeitet und heute - 40 Jahre danach - ergibt sich folgende Statistik:

USA
280 Mill. Einwohner
  300 Masernfälle
Österreich
8 Mill. Einwohner
  5.000 - 10.000 Fälle jährlich


Kinderlähmung, Hepatitis B, Masern sind einige dieser Infektionskrankheiten, die es eines Tages vielleicht nicht mehr geben wird.

Das Programm der WHO ist nahe daran die Kinderlähmung weltweit auszurotten. Somit wird die Polio-Schluckimpfung seit 2001 nicht mehr empfohlen und generell durch den Polio-Totimpfstoff (Stichimpfung) ersetzt.
Hepatitits B wurde in den Impfplan aufgenommen.
Seit Juni 2000 wird die BCG Impfung (Tuberkulose) nicht mehr empfohlen.

Veränderungen und Neuerungen im Impfwesen gibt es einerseits durch laufende Fortschritte bei der Herstellung von Impfstoffen andererseits durch die sich ändernde epidemiologische Situation. In Indien z.B. wurde ein Lepra-Impfstoff zugelassen, der therapeutisch eingesetzt wird und die Heilung beschleunigen soll.